Jahresrückblick auf 2009 und Ausblick auf 2010

Jugendarbeit

Wovor ich lange die Augen verschlossen habe, ist für mich endgültig in diesem Jahr zur Gewissheit geworden: Aus meinem Traum, durch gezielte Jugendarbeit eine breitere Basis für das Bestehen der Schachabteilung zu schaffen, wird nichts mehr werden. Die Ursachenforschung ist vielfältig, einige Gründe habe ich versucht, darzustellen:

  • Qualifikation des Ausbilders
  • stark differierende Vorstellung von Kindern über Schach
  • zum Teil Desinteresse am Erlernen von Basiswissen
  • Verwechslung der Schachstunden mit Kindergarten oder Spielplatz
  • räumliche Entfernung des Wohnsitzes der Eltern (Transportprobleme)
  • schulische Belastung versus Freizeit, insbesondere nach Einführung von G8
  • nur wenige waren sich bewusst, dass sie mit der Anmeldung zum Schach eine Verpflichtung übernommen haben, mindestens über Fernbleiben zu informieren; enttäuscht bin ich über die Kinder, in die ich viel Zeit investiert habe und die ohne Nennung von Gründen einfach weggeblieben sind.

Mein Fazit: meine Freizeit werde ich ab Januar ausdehnen und jeweils Donnerstag ab 17:30 für Schach da sein. Anfängerkurse wird es mit mir nicht mehr geben.

Mannschaftsmeisterschaft Bezirksliga West

Wunder wiederholen sich im allgemeinen nicht. Als ein solches war es beinahe einzustufen, dass wir in der vorausgegangen Saison einen Platz in der Bezirksliga sichern konnten. Nach Absolvierung von vier Runden müssen wir feststellen, dass wir zwar nicht unbedingt schwächer, die Wettbewerber wohl aber zum Teil deutlich stärker geworden sind. Mit einem Punkt zieren wir das Ende der Tabelle; wenig Trost zu wissen, dass unsere Gegner gern nach Ebern kommen, in der Erwartung, hier gäbe es etwas zu holen. Bei realistischer Einschätzung könnten uns noch zwei Siege gelingen; ob die daraus erhofften fünf Punkte ausreichen, glaube ich nicht. Nur Schach-Besessenheit oder Ehrgeiz können Antrieb für fleißiges Training sein; hiervon sind leider einige Kameraden weit entfernt (zum Teil, weil sie andere Prioritäten setzen müssen).

Gerne verbreitete ich mehr Optimismus; dazu besteht leider wenig Anlass.

Ein kleiner Trost: auch in der Kreisklasse kann das Schachspielen viel Spaß machen.

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